Das gestohlene Sandförmchen…
Der Reichsinnenminister der Bananenrepublik Deutschland ist angepißt. Nicht weil er nicht mehr ruhig schlafen kann angesicht der islamistischen Horden die an unserer Stattsgrenze mit den Hufen scharren um uns endlich mal ordentlich einzuheizen.
Es sind auch nicht die Legionen der einheimischen Raubmordkinderkopierschänderterroristen die sich zusammengetan haben um dieses schöne Land sowohl moralisch als auch finanziell in den Abgrund zu reißen. Oh nein, Freunde der Nacht, es gibt einen neuen Feind!
Dieser neue Feind geht mit einer geradezu ekelhaften Effizienz zu Werke um unserem so bemühten Reichsinnenminister bei mehr wie einer Gelegenheit in die Suppe zu spucken. Wer steht hinter dieser unheimlichen Bedrohung? Die Freimaurer? Krabbenmenschen? Ein weiterer Sithlord? Nein! Es sind die Richter am Bundesverfassungsgericht!
Herr Schäuble beschwert sich in einem Streitgespräch, erschienen in der FAZ, darüber die Karlsruher Richter würden zu sehr in die (er meint wohl eher seine) Gesetzgebung eingreifen, schlimm, schlimm. Konkret nennt er das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung das mit einer einstweiligen Anordnung von den Bösewichten in Rot gestoppt worden ist. Diese Pflegefall ahnt wohl schon was in der Hauptverhandlung zu der Sache passieren wird. Die Richter werden sein schönes Gesetz zusammenrollen um es ihm dann ungefettet in den Allerwertesten zu schieben, denn da gehört es hin. Das ist nämlich unter anderem den ihr Job, nämlich Knalltüten wie ihm in die Schranken zu weisen, Grenzen aufzuzeigen. Sprüche wie „Wer Gesetze gestalten will, sollte sich bemühen, Mitglied des Deutschen Bundestages zu werden“ sind allerunterste Schublade, der Mann weiß es besser und labert trotzalledem solch einen Müll, einfach nur geil.
Herr Schäuble zweifelt ja auch daran „ob das Verfassungsgericht wirklich entscheiden sollte, für welche Straftaten man welches Instrument gesetzlich vorsehen kann oder nicht“. Ich sag dazu mal was, ich zweifel auch, aber nicht an den Kompetenzen der Richter sondern vielmehr an der Verfassungstreue des Herrn Schäuble. Nicht nur das, ich zweifel auch an seiner charakterlichen Eignung für diese Aufgabe. Keine Zweifel habe ich an seinem brillanten Verstand und an seine hohe Intelligenz, sprich der Mann weiß was er tut, und er tut es aus Überzeugung.
Jetzt sich aber hinzustellen und wie ein kleines Kind zu quengeln dem man seine Sandförmchen abgenommen hat, das, Herr Schäuble, ist schon ein starkes Stück und läßt sehr tief blicken, nämlich in einen moralischen Abgrund. Schämen sie sich!